CHAIIM –
Unsere Partner in Indien

Hoffnungsgeschichten schreiben

Der größte Teil der EYD-Kollektionen entsteht in Mumbai, Indien, wo unsere erste karitative Partnerwerkstatt CHAIIM humanitarian Clothing sitzt.

Hier werden Frauen beschäftigt, die aus Menschenhandel und Zwangsprostitution befreit werden konnten und nun die Chance auf ein neues, selbstbestimmtes Leben bekommen. Das Rehabilitationsprogramm von CHAIIM bietet dabei nicht nur eine Arbeit als Näherin in einem geschützten und liebevollen Umfeld, sondern auch Schulbildung, Basic Life-Skills, Gesundheitsversorgung und eine Unterkunft - einfach alles, was die traumatisierten Frauen brauchen, um einen echten Neustart zu schaffen.

Für eine junge Frau, die außer Ausbeutung und Gewalt nichts kennengelernt hat, scheint der Weg in ein selbstbestimmtes Leben normalerweise unmöglich. Gemeinsam mit unseren Produktionspartnern und DIR stellen wir uns dieser humanitären Aufgabe.

Mit jedem Kleidungsstück von EYD trägst du die Rehabilitation der Frauen mit und ihre Hoffnung weiter!

„TO BE BORN POOR IN OUR WORLD IS TO BE BORN VULNERABLE AND IN DANGER OF EXPLOITATION. TO BE BORN FEMALE AND POOR IS LIKE WAITING FOR A CRIME TO HAPPEN.“

Keith and Ramona Dsouza

Founder CHAIIM Foundation & CHAIIM humanitarian clothing

Eine Hoffnungsgeschichte von vielen

Eine der Frauen in unserer Partnerwerkstatt heißt Ria. Als 16-jährige war sie mit einem Mann zwangsverheiratet worden, den ihr Vater für sie ausgesucht hatte. Doch sie fand sich in dieser Ehe nicht zurecht und beschloss kurzerhand auszubrechen. Bei einer Freundin fand sie Zuflucht und wollte von dort aus die nächsten Schritte planen.

Die Freundin sagte, sie kenne eine Frau, die ihr helfen könne, und brachte Ria zu ihr.

Die angebotene Hilfe entpuppte sich jedoch als Vorwand, um Ria an einen Zuhälter zu verkaufen, der sie von da an in einem Bordell in Süd-Mumbai gefangen hielt. Jeden Tag wurde sie dort mehrmals brutal vergewaltigt und geschlagen, damit sie nicht gegen die „Kunden“ rebellierte, die zu ihr gelassen wurden. Sie bekam auch diverse Drogen verabreicht und griff zusätzlich zu Alkohol, um die körperlichen und seelischen Schmerzen zu ertragen.

Ria wurde von Bordell zu Bordell weitergereicht. Nach zwei Jahren und unzähligen Misshandlungen befreiten staatliche Einsatzkräfte sie aus einem Haus in einem entlegenen Vorort Mumbais. Von dort wurde sie in eine Einrichtung für gerettete Frauen gebracht, wo sie die nächsten sechs Monate bleiben konnte. Anschließend wurde ihr ein Platz in der Chaiim Foundation vermittelt.

Als Ria ankam, erlebten die Mitarbeiter sie als sehr unhöflich, undiszipliniert und abweisend. Sie beteiligte sich wenig und ließ nicht mit sich reden. Dennoch durfte sie bleiben, wurde mit Liebe und Verständnis behandelt und bekam wie alle eine Therapie und eine Berufsausbildung, ein monatliches Gehalt und Mentoring.

Innerlich war Ria zutiefst verletzt und hatte große Probleme, anderen Menschen zu vertrauen. Doch die Betreuerinnen ermutigten sie, an das Gute in der Welt zu glauben und daran, dass sie echte Liebe finden könnte. Mit der Zeit wurde sie zugänglicher und begann, ein neues Selbstwertgefühl zu entwickeln. Die Gewissheit, mit Chaiim eine große Familie in ihrem Leben zu haben, die zu ihr stand, bedeutete für sie einen großen Unterschied.

Als Ria begann, sich für einen Mann zu interessieren, und dieser bald Heiratswünsche äußerte, wurde sie von ihrer Therapeutin ermutigt, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen. Wenn er sie anschließend immer noch akzeptieren würde, könnte sie die nächsten Schritte in der Beziehung gehen. Das bedeutete, ein großes Tabu zu brechen, doch Ria folgte dem Rat – und sie bereute es nicht. Nach ihrem Programmabschluss heiratete sie und wurde bald darauf stolze Mutter eines kleinen Mädchens.

Noch mehr über die Näherinnen bei CHAIIM erfährst du bei unseren Imprint-Stempeln

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